Projektinfos
Direktauftrag
Bauherrschaft: Privat
Ausführung: 2024 – 2025
Baumanagement, Bauleitung: rsp Bauleitung AG, Herisau
Fotos: Andrea Campiche, Schönbühl BE, Markus Schmid
Das Gebäude bildet zusammen mit drei weiteren Häusern eine Zeile entlang der Geleise beim Bahnhof Urnäsch. Es ist das ehemalige Mutterhaus einer alteingesessenen Baumeisterfamilie und wurde ursprünglich sowohl gewerblich als auch zu Wohnzwecken genutzt. Die Bauten stammen aus der vorletzten Jahrhundertwende und wurden im Laufe der Zeit durch verschiedene verunklärende Anbauten ergänzt.
Mit seinem Sichtbacksteinmauerwerk und dem markanten Walmdach besitzt das Haus einen eigenständigen Charakter und hebt sich deutlich von den Nachbargebäuden ab. Die gut erhaltene Substanz ermöglichte eine behutsame Sanierung und die Umnutzung in ein reines Wohnhaus – als Ergänzung zum angrenzenden Reka-Dorf. Pro Geschoss entstand jeweils eine grosszügige, helle 2.5-Zimmer-Wohnung mit Balkon. Ergänzend wurde ein freistehender Carport realisiert, der auf der bestehenden Bodenplatte sowie den vorhandenen Aussenwänden aufbaut.
Durch die Verlegung des Eingangs von der Seiten- an die Hauptfassade erhielt das Gebäude auf der Bahnhofsseite eine klare Adresse und eine einladende Eingangssituation.
Im Innern wurde das Haus sorgfältig erneuert und weiterentwickelt. Neue Fenster, eine gedämmte Dachkonstruktion sowie ein innenliegender Dämmputz sorgen für ein angenehmes Wohnklima. Gleichzeitig bleibt die ursprüngliche Bauweise erlebbar. Die Farbigkeit der Fassade wird im Innenraum aufgenommen und durch gezielte Akzente ergänzt.
Die Wärmeerzeugung erfolgt über das lokale Fernwärmenetz mit Holzschnitzeln.
So wird das charaktervolle Gebäude weitergedacht und in eine neue Nutzung überführt – im Sinne eines ressourcenschonenden und nachhaltigen Umgangs mit dem Bestand.





